Neues Leben für einen Industriestandort

Die Umwandlung der Hénâ-Deponie ist ein ehrgeiziges Projekt, mit dem ENGIE Electrabel seiner Vorbildfunktion als verantwortungsbewusstes Industrieunternehmen Nachdruck verleihen möchte. Die beiden Täler in der Region Flémalle sind bereits seit 1952 mit 1,7 Millionen m³ Flugasche überzogen. Gleichwohl soll sich diese ehemalige Aschedeponie schon bald zu einer neuen Grünzone mausern, in der viele Arten heimisch werden.

 

Neue Grünzone, die die Artenvielfalt fördern soll
Neue Grünzone, die die Artenvielfalt fördern soll

Kurze Geschichte der Aschedeponie

Die Hénâ-Aschedeponie befindet sich in Les Awirs, einer zu Flémalle gehörenden Gemeinde. Der Standort umfasste ursprünglich zwei Haupttäler, die durch die beiden Flüsse Hénâ und Fagnes geformt wurden.

Die Hénâ-Deponie besteht aus 1,7 Millionen m³ Flugasche, die bei der Verbrennung von Steinkohle im Kraftwerk Les Awirs entstanden. Die Lagerung der Flugasche begann 1952, wurde 1972 wegen Stabilitätsproblemen jedoch eingestellt. 

Im Laufe der Jahre wurden alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die Stabilität der Deponie zu gewährleisten. Wissenschaftler überwachten dabei akkurat die Sicherheit des Standorts. 

2002 beschloss ENGIE Electrabel, die Deponie vollständig abzutragen, nachdem eine unabhängige externe Studie ergeben hatte, dass dies längerfristig die einzige mögliche Endlösung darstellt.

Neueste Entwicklungen

Hena newsletter 13 cover jbcDie Arbeiten zur Sanierung der Hénâ-Deponie haben Ende 2016 begonnen.

Bis dato wurden mehr als 190 000 Tonnen Flugasche entsorgt.

Die Arbeiten zur Asbestentfernung, die Ende April 2017 unterbrochen wurden, wurden nach Verlängerung der Genehmigung Mitte November wieder aufgenommen.

In dieser Hinsicht erfolgen regelmäßig spezielle Kampagnen zur Luftmessung (fünf Messungen pro Monat). Für die Analysen zeichnet ein unabhängiges akkreditiertes Labor verantwortlich.

Wegen der momentan herrschten trockenen Witterungsbedingungen wurde die Kampagne zur monatlichen Messung (5 Tage) der Konzentration von Asbestfasern in und um Hénâ, die ursprünglich für die Woche ab dem 20. August 2018 geplant war, auf den 7. August vorgezogen. Die Ergebnisse der Messungen vom 7. August entsprechen den Auflagen der Genehmigung, die zehn mal strikter sind als die der entsprechenden belgischen Gesetzgebung. Die vollständigen Ergebnisse der Kampagne werden wir nach deren Ende bekannt geben.

Im Juni 2018 gaben wir unseren dreizehnte Newsletter für die Anwohner der Hénâ-Deponie heraus.

Lesen Sie die letzten Newsletter (in französischer Sprache): Juni 2018Januar 2018November 2017, Oktober 2017Mai 2017.

Ein ehrgeiziges und verantwortungsbewusstes Projekt

Eckzahlen des Projekts:

15: die Arbeiten dürften sich voraussichtlich über 15 Jahre erstrecken

60: Zahl der umgesetzten Empfehlungen – neben den strengen Maßnahmen, die ursprünglich vorgeschlagen wurden, um die Beeinträchtigungen für die Anwohner in Grenzen zu halten

50: eine Investition von 50 Millionen Euro

1,7: 1,7 Millionen m³ Flugasche 

Ehrgeiziges Projekt in drei Phasen

Ehrgeiziges Projekt in drei Phasen

Das Ziel ist klar: schrittweise Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands durch Entwicklung einer neuen ökologischen Grünzone unter Garantie der vollständigen Sicherheit auf lange Sicht.

Die Arbeiten begannen im Mai 2015 und erfolgen in drei Phasen:

  1. Vorbereitungsphase mit Installation der Anlagen, die für die Abtragung der Deponie erforderlich sind.
  2. Entsorgung der Flugasche mit abgedecktem Transportband zum Kraftwerk Les Awirs und von dort per Schiff zur belgischen Zementindustrie.
  3. Schrittweise Wiederherstellung des Standorts und Abbau der Anlagen.
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Absolute Priorität für Sicherheit

Absolute Priorität für Sicherheit

Um die Stabilität zu gewährleisten, wurden die verschiedenen Arbeitsphasen vorab in Zusammenarbeit mit verschiedenen Ingenieurbüros vollständig in einem Modell simuliert.

Die Entsorgung der Flugasche wird zunächst über die oberhalb der Deponie gelegenen Enden und dann schrittweise in Richtung der unteren Enden erfolgen. Grundlage dabei ist ein strenger, von mehreren unabhängigen Hochschulprofessoren ausgearbeiteter Zeitplan. Ziel ist, jederzeit die Sicherheit des Standorts zu gewährleisten, d. h. die Gefälle am Standort zu begrenzen.

Je nach den Erfordernissen im Rahmen der Arbeiten werden interne und externe Stabilitätskontrollen durchgeführt (in Zusammenarbeit mit den Hochschulen UCL, ULg und ULB).

Schließlich wurden bei ENGIE Electrabel ein spezieller interner Notfallplan sowie ein kommunaler Notfall- und Interventionsplan ausgearbeitet.

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Tägliche Lebensqualität der Anwohner

Tägliche Lebensqualität der Anwohner

Bereits bei der Planung des Projekts haben wir so viele Maßnahmen wie möglich ergriffen, um Hindernisse zu begrenzen.

Dabei entschieden wir uns für die verträglichste Lösung und verwarfen andere, suboptimale Alternativen (z. B. Abtransport über Lkw, verschiedene Routen usw.).

Die rund 60 Empfehlungen, die in der Umweltverträglichkeitsstudie enthalten sind oder durch lokale Behörden gefordert wurden, werden umgesetzt, um die Auswirkungen des Projekts zu begrenzen.

Insbesondere ergreifen wir dabei Maßnahmen, um die Lärmbelästigung zu senken und die Staubbildung außerhalb des Standorts zu vermeiden.

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Informationen für Anwohner

Wir streben an, die Anwohner während der gesamten Projektdauer transparent und proaktiv zu informieren. Hierfür haben wir eigens ein Team eingerichtet, das Fragen entgegennimmt und Auskünfte gewährt.

E-Mail:  terrilhena@electrabel.com

Gebührenfreie Rufnummer: 0800 20 210

Sämtliche Informationen zum Projekt