Bericht von ENGIE:

Während des periodischen Stillstands von Tihange 1 wurde festgestellt, dass die zweite externe Stromversorgung zwischen dem 23. Juni 2018 und dem 14. Juli 2018 unverfügbar war. Der Vorfall wurde auf Stufe 1 der INES-Skala eingeordnet, was bedeutet, dass es sich um eine Abweichung handelt. Der Vorfall hatte keinerlei Folgen für die Bevölkerung, die Arbeitnehmer oder die Umwelt.

Für den Fall, dass Probleme mit der normalen externen Stromversorgung des Reaktors auftreten, wurde eine zweite externe Stromversorgung vorgesehen, die aus zwei redundanten Kreisen besteht. Dieses System sorgt dafür, dass das Kernkraftwerk mit Strom versorgt wird, sodass ein sicherer Stillstand garantiert werden kann. Gemäß den Vorschriften muss mindestens einer der beiden Kreise kontinuierlich mit Strom versorgt werden.

Am 20. Oktober 2018, während des periodischen Stillstands des Reaktors von Tihange 1, wurde bei einer Inspektion festgestellt, dass einer der beiden Kreise dieser zweiten externen Stromversorgung nicht mit Strom versorgt wurde. Aus Analysen geht hervor, dass dies seit dem 16. Juni 2018 – dem Tag der letzten periodischen Wartung dieses Kreises – der Fall war.

Außerdem wurde festgestellt, dass auch die Stromzufuhr zum zweiten Kreis dieser zweiten externen Stromversorgung während der periodischen Wartung dieses Kreises unterbrochen war, die zwischen dem 23. Juni 2018 und dem 14. Juli 2018 stattfand. Dadurch waren beide Kreise dieser zweiten Stromversorgung in dieser Zeit unverfügbar, was gegen die Vorschriften verstößt.

Die Sicherheit des Reaktors war die ganze Zeit hindurch gewährleistet, weil die Notfallsysteme, wie die Notfall-Dieselaggregate, die ganze Zeit funktionierten. Diese hätten bei Problemen für einen sicheren Stillstand des Reaktors gesorgt.

Dieser Vorfall wurde durch die zuständige  Behörde, als Stufe 1 auf der INES-Skala (Internationale Bewertungsskala für nukleare und radiologische Ereignisse)* eingeordnet. Dies bedeutet, dass es sich um eine Abweichung handelt. Der Vorfall hatte weder Folgen für das Wohlbefinden oder die Gesundheit der Mitarbeiter und Anwohner noch auf die Umgebung oder den Betrieb der Anlagen.

* Die INES-Skala (International Nuclear Event Scale), wurde von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der Nuclear Energy Agency (NEA) erstellt und Anfang der 1990er Jahre zum ersten Mal eingeführt. Zweck der Skala ist die Förderung der Kommunikation über und das korrekte Verständnis der Bedeutung der Sicherheit anormaler Vorfälle in verschiedenen Nuklearanlagen (Kernkraftwerke, Krankenhäuser, Unternehmen, die radioaktive Isotope produzieren usw.). Die Skala reicht von Stufe 1 (Störung) bis Stufe 7 (schwerer Unfall). Betreiber von Nuklearanlagen sind verpflichtet, Abweichungen ab der INES 2-Stufe extern mitzuteilen. Im Rahmen einer offenen Kommunikationsstrategie zieht es ENGIE Electrabel aber vor, die Öffentlichkeit selbst proaktiv und korrekt über INES 1-Vorfälle zu informieren.

 

Pressekontakt:

Anne-Sophie Hugé
Tel.: + 32 2 518 60 20
E-Mail: anne-sophie.huge@engie.com

Hellen Smeets
Tel.: +32 2 519 51 69
E-Mail: hellen.smeets@engie.com