Electrabel hat heute die Planung für die Nichtverfügbarkeit der Reaktoren Doel 1 und Doel 2 geändert. Doel 2 wird bis zum 28. Januar und Doel 1 bis zum 15. März 2019 nicht verfügbar sein. 

 

Die Reaktoren Doel 1 und Doel 2 werden für längere Zeit stillgelegt, damit ein wichtiges Investitionsprogramm ausgeführt werden kann, mit dem die Lebensdauer der Zwillingsreaktoren verlängert wird. Electrabel investiert 700 Millionen Euro in dieses Programm, bei dem bestimmte Steuerungssysteme vollständig erneuert werden.

 

Im Reaktor Doel 2 kontrollieren die technischen Teams derzeit die Funktion von Hunderten erneuerten Systemen, Geräten und Kreisläufen, mit denen die Zentrale gesteuert wird. Hierbei handelt es sich um eine wichtige und gründliche Inspektion, mit der das Kraftwerk absolut sicher neugestartet werden kann.

 

Im Reaktor Doel 1 werden die Arbeiten und Analysen infolge des zuvor erkannten Wasserlecks fortgesetzt. Die Phasierung der laufenden Arbeiten mit dem Nachfüllen des Kernbrennstoffs im Reaktor und der Inbetriebnahme der Reaktoren ist ein komplexer Prozess. Aus diesem Grund ist die Änderung der Neustartplanung erforderlich.

 

Parallel dazu ist die erste Phase der Betonreparaturarbeiten in Tihange 3 nahezu abgeschlossen. Der Austausch mit der Föderalen Agentur für Nuklearkontrolle bezüglich des Neustarts des Reaktors verläuft konstruktiv. Die Kontrollen werden in den nächsten Tagen stattfinden. Sofern die Ergebnisse zufriedenstellend ausfallen und die Agentur ihre Zustimmung erteilt, wird Tihange 3 frühestens am 7. Januar wieder an das Netz angeschlossen werden können, anstatt am 2. März, wie ursprünglich geplant.

 

Die Teams von Electrabel wurden allesamt mobilisiert, um die Anstrengungen der Regierung zu unterstützen und die Versorgungssicherheit für diesen Winter zu garantieren. Electrabel sollte zunächst 750 Megawatt zusätzliche lokale Leistung bereitstellen, hat inzwischen aber schon 1.273 Megawatt zusätzliche oder modulierbare Produktionsleistung anbieten können.

 

Electrabel ist seit über 100 Jahren ein lokaler Energiedienstleister, der 44 % der Kraftwerke in Belgien verwaltet. Der Energieerzeugungspark von Electrabel gehört zu denen mit dem geringsten CO2-Ausstoß in Europa. Diesen Winter sind in Belgien 20 Electrabel-Kraftwerke1 und 154 Windturbinen auf dem Land2 in Betrieb. 

 

Electrabel weist darauf hin, dass es sich beim Neustartdatum eines Kernreaktors immer um die bestmögliche Schätzung handelt und dass die Teams bemüht sind, den allmählichen Neustart der Kraftwerke im Elektrizitätsnetzwerk fortzusetzen.

 

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(1) 20 Produktionseinheiten, worunter: 

  • 13 Gasreaktoren mit einer Leistung von jeweils 25 bis 380 MW, insgesamt 2.622 MW
  • Der Reaktor Knippegroen am Standort von ArcelorMittal (Hochofengas) mit einer Leistung von 315 MW
  • 2 Biomasse-Einheiten mit einer Gesamtleistung von 285 MW
  • Das Pumpenkraftwerk von Coo mit einer Leistung von 1.164 MW
  • 3 Kernkraftreaktoren (Tihange 1, Doel 3 und Doel 4) mit einer Gesamtleistung von 3.000 MW 

(2)

  • 154 Windturbinen, verteilt über das gesamte Gelände mit einer Leistung von 333 MW

 

Anne-Sophie Hugé (FR)

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