An diesem Sonntag, den 25. Juni veranstaltet die Initiative „Stop Tihange & Doel“ zwischen dem Kernkraftwerk Tihange und der Stadt Aachen – unter Einbezug der Städte Lüttich und Maastricht – eine Menschenkette durch das Dreiländereck. Mit der Aktion wollen die Teilnehmer ihrem Widerstand gegen die Kernkraft Nachdruck verleihen. Die Aktion verdeutlicht den gemeinsamen Protest verschiedener Vereinigungen aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien gegen die belgischen Atomkraftwerke. Anlass für die Initiative sind die Wasserstoffeinschlüsse in den Druckbehältern von Tihange 2 und Doel 3.

ENGIE Electrabel Tihange jbc arNukleare Sicherung – Priorität ohne Wenn und Aber

Der Betrieb von Nuklearanlagen ist nur im Rahmen einer strikten Kontrolle durch die föderale Nuklearaufsichtsbehörde möglich. Verschiedene Studien und Berichte unabhängiger Stellen haben aufgezeigt, dass die Kernkraftwerke in völliger Sicherheit betrieben werden können. Das hat im Übrigen auch die föderale Nuklearaufsichtsbehörde bestätigt.

ENGIE Electrabel hat dennoch Verständnis, wenn Fragen offen bleiben. Am 25. Juni möchten wir ebenfalls deutlich machen, dass unsere Kraftwerke in professioneller und völlig sicherer Weise betrieben werden. Wir sind offen für Dialog und betreiben eine transparente Kommunikation mit den Nachbarländern, um das Vertrauen in den Betrieb unserer Kernkraftwerke wiederherzustellen.

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Übergangsfunktion

Als weltweiter Energiekonzern unterstützt ENGIE das Pariser Klimaschutzübereinkommen. Um die Ziele des Abkommens zu erreichen, ist ein tief greifender Wandel im Energiesektor erforderlich. Bei diesem Wandel möchte die Gruppe eine Vorreiterrolle spielen und erneuerbare Energien stark ausbauen.

Wir von ENGIE Electrabel sind davon überzeugt, dass es keinen Weg zurück gibt und wir auf dem Weg zu einer kohlenstofffreien Welt sind. Dabei möchten wir der lokale Motor dieser globalen Bewegung sein. Bei diesem Energiewandel können die belgischen Kernkraftwerke eine Übergangsfunktion erfüllen, um das Land mit sicherem, wettbewerbsfähigem und CO2-freiem Strom zu versorgen.

Transparenz und Dialog

Um Transparenz und Dialogbereitschaft von ENGIE Electrabel unter Beweis zu stellen, gab der Betriebsleiter des Kernkraftwerks Tihange, Jean-Philippe Bainier, diese Woche mehreren Zeitungen Interviews, darunter Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten (Aachen), La Meuse (Lüttich) und De Limburger (Maastricht). Nachfolgend der Link zu diesen Interviews:

Darüber hinaus laden Thierry Saegeman, Chief Nuclear Officer von ENGIE Electrabel, und Jean-Philippe Bainier eine Gruppe aus Sprechern der Menschenkette am Sonntag, den 25. Juni zu einer offenen Diskussion ein. Die Mitschrift dieser Zusammenkunft werden wir Ihnen ebenfalls zur Verfügung stellen.

ENGIE Jean-Philippe Bainier jbc ar„Wir kennen die Sorgen der Bevölkerung insbesondere in den benachbarten Gebieten in Deutschland und den Niederlanden und wir sind bereit, auf alle Fragen zu den belgischen Kernkraftwerken mit Offenheit und Transparenz zu antworten“, sagt Jean-Philippe Bainier. „Wir messen dem Dialog eine große Bedeutung zu und wir hoffen auf einen konstruktiven Austausch mit den Organisatoren dieser Menschenkette.“

22.06.2017


Update

Die Menschenkette am vergangenen Sonntag, dem 25. Juni, ist vollkommen friedlich verlaufen.

Die Geschäftsführung von ENGIE Electrabel hatte den Veranstaltern ein Treffen vorgeschlagen. Auf Anfrage der Veranstalter fand dieses Treffen nicht am Sonntag statt, sondern wird demnächst geplant. Wir halten Sie darüber auf dem Laufenden.

Wir respektieren die Meinungsfreiheit eines jeden Einzelnen und sind der Ansicht, dass im Bereich der Kernenergie keine Frage unbeantwortet bleiben sollte. Wir möchten mit den Veranstaltern in einen offenen und transparenten Dialog treten und zeigen, dass für ENGIE Electrabel und die 2.200 Mitarbeiter seiner Standorte die Sicherheit absolute Priorität genießt.

26.06.2017