Die stufenweise Wiederinbetriebnahme der belgischen Kernkraftwerke geht weiter ihren Gang. Die Föderalagentur für Nuklearkontrolle (FANK) hat am 24. Dezember grünes Licht für das erneute Hochfahren von Tihange 3 gegeben. Die für die Wiederinbetriebnahme des Kraftwerkblocks erforderlichen Bauarbeiten sind abgeschlossen. Den Prognosen zufolge soll das Kraftwerk am 7. Januar wieder ans Netz gehen – und nicht wie ursprünglich geplant am 2. März.

 

Die FANK hat den vorgeschlagenen Electrabel-Aktionsplan für die Bauarbeiten im nicht nuklearen Teil von Tihange 3 genehmigt. Gemäß diesem Plan werden in einer ersten Phase die Betonarbeiten durchgeführt, die zur Einhaltung der Sicherheitsanforderungen erforderlich sind. Die nicht kritischen Betonstrukturen werden später schrittweise erneuert.  

 

Electrabel hat heute bestätigt, dass die erste Phase der Arbeiten – dank umfassender humaner und technischer Ressourcen – abgeschlossen und die Ergebnisse der Prüfungen positiv seien. Demgemäß beginnt Electrabel ab dem heutigen Tage mit den Vorbereitungen für die sichere Wiederinbetriebnahme von Tihange 3 am 7. Januar.

 

Während der nächsten turnusmäßigen Revision werden die Kraftwerksmitarbeiter mit dem Bau einer neuen Dachplatte beginnen, auch wenn die Sicherheitsmargen der derzeitigen Konstruktion völlig ausreichen. Parallel dazu werden die Teams die nicht kritische Reparatur der Mauern durchführen.

 

Durch die Wiederinbetriebnahme von Tihange 3, Doel 3, Tihange 1 und Doel 4 (nach dem letzten Stand der Dinge am 31. Dezember) werden damit – im Einklang mit den Zusagen von Electrabel – für den Winter wieder 4000 MW an lokaler nuklearer Erzeugungskapazität zur Verfügung stehen.

 

Die Electrabel-Mitarbeiter hatten seit September mit außergewöhnlichem Einsatz 1273 Megawatt an zusätzlicher lokaler Kapazität geschaffen. Letztere ist zurückzuführen auf: 

  • die erneute Inbetriebnahme des seit 2014 stillgelegten Gaskraftwerks Vilvoorde nach Absprache mit dem Eigentümer EMGB (255 Megawatt).
  • die Optimierung des Wirkungsgrads der Wärmekraftwerke (+ 100 Megawatt).
  • die Installation zusätzlicher mobiler Generatoren an verschiedenen Standorten (+ 418 Megawatt).
  • die Steuerung der Nachfrage bei Industriekunden (+500 Megawatt).

 

Darüber hinaus wurden Wärme- und Wasserkraftwerke der ENGIE-Gruppe in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland eingesetzt.

 

Als Betreiber eines diversifizierten Erzeugungsparks und größter Ökostromerzeuger des Landes misst Electrabel der Sicherheit ihrer Kernkraftwerke, ihrer Mitarbeiter und der Umwelt stets höchste Priorität bei. Überdies investiert Electrabel massiv (200 Millionen Euro pro Jahr) in Wartung und die kontinuierliche Verbesserung des Wirkungsgrads ihrer Erzeugungsanlagen.

 

In Abhängigkeit von den verfügbaren Informationen kommuniziert Electrabel als verantwortliches Unternehmen über die Website www.engie.be/winter in transparenter Weise mit Markt und Kunden.

 

Pressekontakt:
Anne-Sophie Hugé
0032 2 518 60 20
anne-sophie.huge@engie.com