Wie vermeidet ENGIE Electrabel menschliche Fehler?

Sicherheit hat Priorität und ist auf allen Ebenen fest verankert: von der Konstruktion des Kraftwerks über Verfahren und Arbeitsweisen bis hin zum menschlichen Verhalten. Wir arbeiten ständig an der Optimierung dieser drei Faktoren. Im Fachjargon sprechen wir von der „defence in depth“ Strategie oder vom „Schutz in der Tiefe“.

 

Um menschliches Versagen zu vermeiden, werden verhaltensorientierte Techniken angewandt, die sogenannten „human performance tools“. Durch Anwendung dieser Tools wird erreicht, dass Schwächen wie Stress, mangelnde Erfahrung usw. keinen oder geringeren Einfluss auf die Ausführung der Arbeit haben.

Wie werden die Kenntnisse der Mitarbeiter auf dem neuesten Stand gehalten?

Wir bemühen uns fortwährend über die Entwicklung und Verstärkung der Kompetenzen aller Mitarbeiter. So machte im Jahr 2016 die Anzahl der Stunden für Schulung etwa 7 % der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden aus.

 

Die technischen Schulungen und Weiterbildungen, die sich auf nukleare Sicherheit, klassische Sicherheit und Umwelt beziehen, machen mehr als 95 % der Gesamtheit der absolvierten Schulungen aus.

 

Die Kernkraftwerke Doel und Tihange beschäftigen auch viele externe Unternehmen. Die Mitarbeiter dieser Firmen müssen eine Schulung absolvieren, um dieselben Grundkenntnisse zu erlangen wie das Personal von ENGIE Electrabel.

 

Die Mitarbeiter im Kontrollraum müssen im Besitz einer speziellen Lizenz sein, die alle zwei Jahre erneuert wird. Diese Lizenz wird erst nach einem speziellen, intensiven Schulungszyklus und konsequentem Training an einem Simulator sowie der Ablegung einer Prüfung in Anwesenheit eines unabhängigen Kontrollorgans erteilt.